Abschlagsfreie Rente mit 63

Das BMAS hat am 16. Januar 2014 den Referentenentwurf eines „Gesetzes über Leistungsverbesserungen in der gesetzlichen Rentenversicherung“ vorgelegt mit den folgenden wesentlichen Regelungsvorhaben:

1. Einführung einer Rente (ohne Abschläge) mit 63

Versicherte, die die Wartezeit von 45 Jahren erfüllen, waren bereits bisher privilegiert, da ihnen trotz Anhebung der Altersgrenzen ein Bezug der Altersrente ab Alter 65 möglich ist. Nach dem neuen Gesetz soll für Versicherte der Geburtsjahrgänge bis 1952 ein abschlagsfreier Rentenzugang schon ab 63 Jahren möglich sein (Inkrafttreten: 1. Juli 2014). Zeiten des Bezugs von Arbeitslosengeld I sollen - anders als nach geltendem Recht - auf die notwendige Wartezeit von 45 Jahren angerechnet werden.

Für ab dem Jahr 1953 Geborene wird das Zugangsalter von 63 Jahren stufenweise erhöht (jeweils in zwei Schritten von 2 Monaten pro Jahrgang).

2. Ausweitung der Kindererziehungszeiten für vor 1992 geborene Kinder

Alle Mütter und Väter, deren Kinder vor 1992 geboren wurden, erhalten nach dem Gesetzesentwurf für ihre Erziehungsleistung den Gegenwert eines zusätzlichen Rentenpunktes gutgeschrieben (Inkrafttreten: 1. Juli 2014). Für Mütter und Väter, die ab 1. Juli 2014 in Rente gehen, wird die Kindererziehungszeit für vor 1992 geborene Kinder um 12 auf 24 Monate verlängert. Mütter und Väter, die vor dem 1. Juli 2014 schon eine Rente bezogen haben, erhalten - aus Gründen der Verwaltungsvereinfachung - einen wertgleichen Zuschlag zu ihrer Rente in derselben Höhe.

Darüber hinaus sieht der Gesetzesentwurf den Ausbau des Erwerbsminderungsschutzes, die Einführung einer Demografiekomponente in der Rehabilitation vor (Inkrafttreten: 1. Januar 2014) vor.

Bei Fragen zu diesen oder anderen Themenkomplexen können Sie sich jederzeit unter info[a]arbeitsrechtbonn.com an mich wenden.

Eine Einführung in die Thematik findet sich etwa unter http://www.meinegeldanlage.com/thema/rente-mit-63


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